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dreistacheliger Stichling

GASTEROSTEUS

Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Karlsruhe e.V.


Das Aquarium

Um das etwas "in die Jahre gekommene" Kaltwasserbecken zu ersetzen, wurde dieses ehemalige Meerwasserbecken dem Verein zu Verfügung gestellt.

Geamtfassungsvolumen von 924 Litern.







Die Technik

Das Kaltwasserbecken wird mithilfe einer externen Pumpe (2.400L/h) umgewälzt, welche den Beckeninhalt einem Topffilter mit integrierter UVC-Lampe zuführt. Um die Pumpe auch bei extremen Minustemperaturen vor einem Frostschaden zu bewahren, wurde ein 25 Watt Regelheizer in den Filterzulauf integriert. Dieser Heizstab wird mit der minimalen Temperatureinstellung betrieben, um einen unnötigen Stromverbrauch möglichst gering zu halten.

Die gesamte externe Technik wird im Winter in Styroporboxen verpackt und das Becken mit 50mm Styroporplatten isoliert


Der Besatz

Der Großteil des Besatzes wurde uns freundlicherweise von der Firma Fördefisch kostenlos zur Verfüngung gestellt. Hierfür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken!
Derzeit bewohnen die folgenden Tiere unser Kaltwasserbecken:

  • Gasterosteus aculeatus (Linné, 1758) - Dreistachliger Stichling [Anzahl: ca. 20]

  • Rhodeus sericeus amarus (Bloch, 1782) - (Europäischer) Bitterling [Anzahl: ca. 10]

  • Anodonta cygnea (Linné, 1758) - Teichmuschel, Schwanenmuschel [Anz.: 6]

  • Alburnus alburnus (Linné, 1758) - Ukelei, Laube [Anz.: 5]

  • Astacus astacus (Linné, 1758) - Astacus astacus (LINNÉ, 1758) (Europäischer) Flusskrebs, Edelkrebs [Anzahl: 4]

  • Rutilus rutilus (Linné, 1758) - Plötze, Rotauge [Anzahl: 1]



Die 3-D-Rückwand

Die außergewöhnliche Tiefe des Beckens und die starke - durch direkte Sonneneinstrahlung verursachte - Algenbildung im bisherigen Kaltwasserbecken ließen uns zu der Überzeugung kommen, dass eine 3D-Rückwand nicht nur gut aussehen, sondern auch den Sonnenlichteinfall eingrenzen könnte.

Alle interessierten Vereinsmitglieder wurden gebeten, ihre Ideen einzubringen, woraufhin ein Styropor-Unterbau mit Zementmantel gebaut wurde, welcher auch den Filterzulauf (inklusive Regelheizer) integriert. Selbstverständlich sollte auch ein natürliches Aussehen geschaffen werden, um den Ausschnitt eines einheimischen Biotops möglichst naturnah nach zu empfinden.

Nach dem Kräfte zehrenden und Nerven aufreibendem Transport und einem anschließendem Dichtigkeitstest musste das Becken erst einmal wieder trockengelegt werden. Um später ungewollte Beschädigungen zu vermeiden (bei einer Beckenhöhe von 700mm kann das Einsetzen großer Steine durchaus eine Gefahr sein ...), wurde die gesamte Bodenfläche mit einer 50mm-Schicht Styropor ausgelegt.

Danach wurde die grobe Form der Rückwand aus unterschiedlich starken Styroporplatten geschnitten und gesägt. Nach dem Verkleben mit Aquarien-Silikon war die gesamte linke (Sonnen-) Seite und die Rückwand von dem Styroporkern verdeckt und mit der Modellierung konnte begonnen werden.



Im ersten Arbeitsschritt wurden mit einer Heißluftpistole mehrere Höhlen in den Styroporkern eingebracht und an verschiedenen Stellen die Kanten abgerundet. Ebenfalls wurde der "Durchbruch" zum Filterzulaufschacht in den Kern gebrannt.
Danach wurde die Oberflächenmodellierung mit Hilfe eines trinkwassergeeigneten Zements begonnen. Hierzu wurden mehrere Mischungen aus Zement, Kies, Kokosfaser und witterungsbeständigen Abtönfarben (in anthrazit und mokkabraun) angemischt

und danach mit Händen und Pinseln auf den Styroporkern aufgebracht.

Zu guter Letzt mussten noch einige Wurzeln und ein Abfluss-Schutzgitter in den (noch weichen) Zement eingearbeitet werden.

Die obigen Bilder sollen einen kleinen Überblick über die ausgeführten Arbeitsschritte ersichtlich machen.